Zwei Windräder im Hafen von Arinaga geplant

Windräder auf Gran Canaria

Die Sociedad de Promoción Económica de Gran Canaria (Spegc) hat bei der Hafenbehörde von Las Palmas eine öffentliche Konzession beantragt, um in den Gewässern des Hafens von Arinaga zwei Windkraftanlagen mit einer Stärke von je acht Megawatt zu errichten. Die Kosten dafür werden auf 26,5 Millionen Euro geschätzt.

Während der Stadtrat darauf wartet, dass sich der für Energie zuständige Inselrat konstituiert, hat er mithilfe der Spegc begonnen, die notwendigen administrativen Schritte zu gehen, um zwei riesige Windkraftwerke im „flachen Wasser“ des Hafens von Arinaga zu errichten, zwei Offshore-Windräder, ähnlich wie die beiden, die bereits an dieser Mole im Südosten stehen und wie sie für eine andere Stelle am Dock im Südosten geplant sind.

Die der Hafenbehörde von Las Palmas vorgelegte Bewerbung um eine Konzession greift ein altes Projekt im flachen Wasser von Arinaga wieder auf und passt es an die Bedienungsbedingungen des Hafens sowie an die dort bestehenden aeronautischen Einschränkungen an.

Es wird geschätzt, dass die beiden Windkraftwerke, die der Stadtrat im Meeresgrund des flachen Wassers verankern will, 50 Megawattstunden Strom pro Jahr generieren werden, wofür Windräder mit einer Stärke von acht Megawatt verwendet werden sollen. Das endgültige Modell hängt jedoch von der Technologie ab, welche auf dem Markt vorhanden ist, wenn das Projekt über sämtliche notwendigen Genehmigungen und Lizenzen für seine Durchführung verfügt. Dies wird noch mindestens zwei Jahre dauern.

Die Kosten für Konstruktion, Montage und Verankerung der beiden riesigen Windräder sowie die Verlegung der unterseeischen und überirdischen Stromkabel werden auf insgesamt 26,5 Millionen Euro geschätzt. Der für Energie zuständige Inselrat wird zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob diese Investition mit öffentlichen, privaten oder gemischten Geldern getätigt wird.

Das jetzige Erscheinungsbild des Hafens von Arinaga würde sich durch derartige Giganten in seinen Gewässern verändern. Mit dem Windkraftwerk, das sich bereits jetzt auf der Mole befindet, und dem, das Megaturbinas Arinaga dem Gemeindeverband des Südostens am anderen Standort, den er für Projekte von I+D+i hat, überlassen will, wären es insgesamt vier Windräder.

Energieversorgung auf den Kanaren

Die kanarischen Inseln erzeugen den größten Teil ihres Stroms durch fossile Brennstoffe. Über Atomkraftwerke verfügt keine der Kanareninseln. Ziel der Regierung ist es 20% der benötigten Energie in Zukunft durch regenerative Energien zu gewinnen. Dazu werden auf allen Inseln Solar- und Windkraftprojekte vorangetrieben. Die Insel El Hierro gewinnt bereits heute ihr Energie komplett aus Windkraft. Ein Video dazu finden Sie unter folgendem Beitrag über den ersten Off-Shore Windpark der Kanaren.

Bildquellen

  • Windräder auf Gran Canaria: Wolfgang Schlicht

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Aisha Meier-Chaouki
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