Zollfreigrenze von EUR 150,00 für Onlinehandel verzögert sich

Onlinehandel Freigrenze Kanaren

Vier Monate nach der Ankündigung der Zollbefreiung von Online-Einkäufen bis zu 150 Euro, bleibt die Ankündigung weiterhin nur eine Ankündigung und es scheint, dass sich das wahrscheinlich nicht bald ändern werde. Die Regierung der kanarischen Inseln hat die Zentralregierung beschuldigt, die Maßnahme, die den Online-Handel auf den kanarischen Inseln eröffnen würde, zu verzögern.

Die Regierung der kanarischen Inseln hat Anfang dieses Jahres eine Reihe an Treffen mit Vertretern der staatlichen Steuerbehörde abgehalten, um den Einkaufswert von Online-Einkäufen, ab dem Zoll gezahlt werden muss, von 22 € auf 150 € zu erhöhen. Das aktuelle und komplizierte Zollverfahren wird derzeit in den meisten Fällen von externen Dienstleistern, wie Postzusteller, die die Pakete liefern, durchgeführt. Allein für die Lieferung fallen weitere Kosten in Höhe von bis zu 50 Euro an und entmutigen dadurch Bewohner der kanarischen Inseln in den Online-Handel einzutreten.

Nach mehreren Treffen, Mitte Februar, kündigte die Finanzministerin, Rosa Dávila, im Parlament der kanarischen Inseln, die unmittelbar bevorstehende Einführung der Zollbefreiungsmaßnahme an, dass das Problem vieler Insulaner lösen würde, da 70% der getätigten Onlinekäufe sich im Bereich unter 150 Euro bewegen. Vier Monate sind seitdem vergangen und das Versprechen wurde bisher nicht erfüllt und der Online-Handel ist auf den Kanarischen Inseln immer noch stark eingeschränkt.

Die Regionalregierung der Kanaren versicherte, dass in diesen Monaten weiterhin daran gearbeitet wurde die Änderungen im Zollrecht durchzusetzen. Unter anderem wurde die Änderung des Artikels 105 des Verwaltungsreglements von Steuern REF genehmigt, die laut Dávila ermöglicht Bestellungen in einem vereinfachten Verfahren durchzuführen. Allerdings sei der Prozess in Madrid ins Stocken geraten. „Es wurde durch das Fehlen einer Regierung in Madrid verzögert. Die Änderung des Artikels 105 und dessen Anordnung hätte durch eine Gesetzesänderung im Parlament oder eine ausdrückliche Anweisung des Generaldirektors des Zolls gebilligt werden müssen. Die Billigung der Artikeländerung steht weiterhin aus, obwohl der Außenminister Miguel Ferré und der Minister Cristóbal Montoro einen Lösung fanden, um diese Angelegenheit zu priorisieren.“ Beide gestanden ein, dass die Angelegenheit „auf Eis liegt“ und kein Termin für die Verabschiedung vorauszusehen ist.

Bildquellen

  • Onlinehandel Freigrenze Kanaren: Wolfgang Schlicht

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Sabine Stolz
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Sabine ist ein absoluter Kanaren Junkie. Mehrmals im Jahr ist das Urlaubsziel Gran Canaria oder Teneriffa. Sie liebt die Strände von San Agustin, den Palmitos Park und den Playa de las Canteras in Las Palmas. "Es macht einfach Spaß auf Gran-Canaria.today zu schreiben, dann bin ich quasi im Urlaub" ;-)

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