Starke Windböen verursachen Brände

Die Feuerwehr musste  in Mogán und Guayadeque ausrücken um die Brände zu bekämpfen, die durch Hochspannungsleitungen ausgelöst wurden. 

Trockenheit und Wind, diese beiden Faktoren trafen vorgestern aufeinander und brachten Gran Canaria aufgrund der hohen Brandgefahr in höchste Alarmstufe. Trotz erschwerter Bedingungen gelang es der Feuerwehr den ausgelösten Brand am „Barranco de Los Azulejos“ (Mogán) zu löschen sowie auch dem Feuerausbruch in Guayade Einhalt zu gebieten.

Die Inselregierung von Gran Canaria mahnt zu äußerster Vorsicht angesichts der erhöhten Brandgefahr durch die starken Windböen. Besonders im Süden und im Südosten peitscht der Wind mit bis zu 70 Stundenkilometern über die Inseln. Umgestürzte Strommasten und deren lose Stromkabel können bei Kontakt mit Bäumen und Ästen weitere Brände auslösen Die, durch das Ausbleiben von Regenfällen, hervorgerufene Trockenheit des Bodens erhöht noch zusätzlich das Brandrisiko. Quellen der Inselverwaltung warnen in Anbetracht der höheren Möglichkeit, dass jeder natürliche oder vorsätzliche Brandherd sich durch den starken Wind mit immenser Geschwindigkeit ausbreiten könnte.

Der Brand in Mogán ist wohl einem ausgelöstem Funken in der Nähe eines Strommasten zu zuschreiben. Das Feuer wurde um ca. 13:00 Uhr beim  „Barranco de Los Azulejos“, in der Nähe der GC-200 gemeldet. Das Notfallkonsortium Gran Canaria, der Katastrophenschutz, und vier Einheiten der Forstwirtschaft sowie ein Löschhubschrauber der Kanarischen Regierung kontrollierten mit großer Schnelligkeit das Feuer, welches circa einen Hektar Weideland verschlang.

Am frühen Nachmittag konnte der Brand als gelöscht erklärt werden. Die Feuerwehr wird mit ihrer Arbeit, trotz der gelungenen Eingrenzung des Feuers, bis zur vollständigen Erstickung der Brandzone fortfahren.

Zuerst gelangten die Freiwilligen des Katastrophenschutzes von Mogán an den Brandherd und bekämpften mit Feuerlöschern die Flammen und verhinderten somit, dass das Feuer die GC-200 überquert und sich auf der anderen Straßenseite ausbreitet. Zum Glück wurde dieser Brand erfolgreich und mit der Hilfe von vier Wasserladungen aus dem Helikopter gebremst.

Zuvor konnte kurz nach der Mittagzeit in Guayadeque, auf der GC-103 ein Brandherd rechtzeitig erstickt werden. Besonders in den Ortschaften Ingenio und Agüimes gerieten durch den starken Wind diverse Gegenstände auf die öffentlichen Fahrbahnen. Diese verursachten aber keine gravierenden persönlichen oder materiellen Schäden.

Warnung für die Westinseln

Die Notfalldienste wurden verstärkt und die Wetterlage wird mit besonderer Intensität beobachtet. Es ist von höchster Wichtigkeit, dass die Bevölkerung bis Ende der Warnmeldung ihre Vorsicht im Straßenverkehr und in Küstennähe erhöht.

Nachdem die Kanarische Regierung die Warnmeldung für Teneriffa, La Gomera und El Hierro auf Grund der starken Windböen von 90 Stundenkilometern aktiviert hat, erhöhte das Wetteramt (Aemet) die Sturmwarnung auf Alarmstufe orange für die drei Westinseln und behielt die gelbe Alarmstufe für den Rest der Inseln auf Grund von möglichen ungewöhnlichen Küstenphänomen und starken Windböen bis morgen bei. Die Fluggesellschaft Binter sah sich gezwungen, zwei Linienflüge zwischen Tenerife Nord und La Gomera zu annullieren.

Auf Lanzarote musste am Nachmittag die Feuerwehr in der Ortschaft, Argana Alta, wegen dem Umsturz eines Strommastes eingreifen. Der Wind riss auch in Tajaste ein Stromkabel einer Hausfassade ab,  Vorfall der einen Eingriff der Lokalpolizei von Tinajo erforderte.

Bildquelle: Twitter, @grancanariacab

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Sabine Stolz
Über Sabine Stolz 30 Artikel
Sabine ist ein absoluter Kanaren Junkie. Mehrmals im Jahr ist das Urlaubsziel Gran Canaria oder Teneriffa. Sie liebt die Strände von San Agustin, den Palmitos Park und den Playa de las Canteras in Las Palmas. "Es macht einfach Spaß auf Gran-Canaria.today zu schreiben, dann bin ich quasi im Urlaub" ;-)

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