Schlepper zu 2,5 Jahren Haft verurteilt

Flüchtlingsrettung vor Kanaren

Der Eigentümer des Flüchtlingsboots, das mit 48 Personen an Bord nach Gran Canaria gelangt ist, akzeptiert eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren. Dem Angeklagten, Yosouf K. aus dem Tschad, sollte diesen Montag vor der sechsten Kammer des Gerichts von Las Palmas der Prozess wegen einiger Anklagepunkte gemacht werden, die ihm eine Haftstrafe von acht Jahren hätten einbringen können.

Der Eigentümer eines Flüchtlingsboots, das im September mit 48 Flüchtlingen – darunter ein Minderjähriger – an Bord Gran Canaria erreichte, hat eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren akzeptiert, nachdem er sich eines Vergehens gegen die Rechte ausländischer Staatsbürger schuldig bekannt hatte.

Dem Angeklagten, Yosouf K. aus dem Tschad, sollte diesen Montagvormittag vor der sechsten Kammer des Gerichts von Las Palmas der Prozess wegen verschiedener Anklagepunkte gemacht werden, die ihm eine Haftstrafe von acht Jahren hätten einbringen können.
Doch zu Beginn der Verhandlung erreichte seine Verteidigung eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft, die ihm zum Ausgleich für sein Schuldeingeständnis eine kürzere Haftstrafe von zweieinhalb Jahren ermöglicht.

Yosouf K. hat vor dem Gericht gestanden, dass ihm das Boot gehört, dass es unterwegs keinerlei Zwischenfälle gab, und dass er vorhatte, auf illegalem Wege nach Spanien einzureisen.
Der Angeklagte, der sich seit dem 8. Oktober 2015 in Untersuchungshaft befindet, hat zugegeben, dass er mit einigen anderen Personen übereingekommen war, 48 Flüchtlinge heimlich auf die Kanaren zu bringen. Von diesen hatten sie dafür verschiedene Geldbeträge kassiert.

Das Boot war von der Küste von El-Ayoun aufgebrochen und am 22. September 2015 gegen 17 Uhr im Süden Gran Canarias, in der Gemarkung von San Bartolomé de Tirajana, angekommen.
Das Schiff verfügte über keinerlei Sicherheitssysteme, und die Passagiere trugen keine Schwimmwesten, weshalb Yosouf K. zugegeben hat, dass er das Leben der Flüchtlinge in Gefahr brachte.

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Aisha Meier-Chaouki
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