Rechtsgutachten soll Umbau des Leuchtturms auf Kurs bringen

Maspalomas 50er - 60er

Der Leuchtturm in Maspalomas soll zu einem Museum umgebaut werden, doch die Umbauarbeiten ruhen seit Monaten. Der Rat von Gran Canaria erwartet ein Rechtsgutachten, um die Arbeiten am Leuchtturm von Maspalomas wiederaufzunehmen. 

Die Umbauarbeiten am Leuchtturm von Maspalomas zu einem ethnographischen Museum, sind momentan eingestellt, da auf ein Rechtsgutachten, das vom Rat in Gran Canaria in Auftrag gegeben wurde, gewartet wird. Das Rechtsgutachten ist die Antwort auf die Entscheidung des beauftragten Unternehmens die Änderung des Projekts nicht zu akzeptieren.

So wurde dies am Mittwoch, von der Ministerin für Industrie, Handel und Handwerk, Minerva Alonso erklärt. Außerdem betonte sie, dass obwohl die Arbeiten seit Ende 2015 unterbrochen sind, die Verwaltung daran arbeitet die Situation zu lösen.

Die Ministerin hat die Verantwortung für diese Situation auf die „mangelnde Aufmerksamkeit“, und „Fahrlässigkeit“, die ihrer Meinung nach vom ehemaligen PP-Regierungsteam im Rat von Gran Canaria ausging, geschoben.

„Wenn man sich politisch darum gekümmert hätte und das gesamte Verwaltungsverfahren überwacht hätte, hätte sie ein anderes Bild vorgefunden.“ Als sie die Verantwortung übernahm, sagte Alonso das sie eine „verzettelte“ Situation vorfand und „entwirren“ mussten.

Die Ministerin erinnerte daran, dass man im November 2013 die Verwaltung dieser öffentlichen Domäne an die Stiftung für die Ethnographie und Entwicklung von Handwerk Canaria (Fedac) zuschrieb. Aber erst im Dezember 2014 wurde das Projekt zum Wettbewerb ausgeschrieben.

„Es dauerte ein Jahr bis ein Projekt von einem autonomen Körper (die Fedac hängt vom Rat ab), dass flexibler als jede andere Verwaltung ist, zur Angebotsabgabe freigegeben wurde“, betonte sie.

Minerva Alonso fügte hinzu, dass im Januar 2015 der Vertrag mit dem Auftragnehmer unterzeichnet wurde, aber „erstaunlicherweise“, erst im April die Arbeit aufgenommen wurde.

Die Ministerin betonte auch, dass das Interpretationszentrum des Leuchtturms von Maspalomas nicht die pädagogischen Anpassungen für die verschiedenen Bildungsniveaus und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, oder die präzise Vorbereitung auf neue Technologien sowie einen Audioguide-Service hatte.

Deshalb war ihre erste Entscheidung beim Amtsantritt eine multidisziplinäre Arbeitsgruppe zu schaffen, um das Projekt zu überwachen und die Schulden mit der Hafenbehörde zu aktualisieren. „Man schuldete ihnen drei Raten für die Benutzung des Geländes, die zusammen mit den anderen Bescheinigungen in einer Schublade waren und die ebenfalls nicht bezahlt waren“, damit erklärte sie die langsamen aber sicheren Prozessschritte.

Und gerade vor einem Monat, klagte sie, kam eine Steuer für Bau, Anlagen und Werke von der Stadt San Bartolomé de Tirajana. Die Steuer berechnet sich auf 50.000 Euro inklusive Verzugszinsen, die ebenfalls nicht in einer angemessenen Weise und Zeit bezahlt wurden, so dass nun schnelle Schritte unternommen wurde, um zu versuchen, die Bauarbeiten schnell abzuschließen und so einen Rabatt von 95% zu erhalten.

Fedac, ohne Projekt

Alonso kritisierte auch die „absolute Abwesenheit“ eines Arbeitsprogramms der Fedac, einer Einrichtung, die in den vier Jahren des vorigen Legislaturperiode weder mit der kanarischen Regierung noch mit dem Handwerkssektor Kontakt hatte, um die Bedürfnisse des Handwerks auf Gran Canaria zum Ausdruck zu bringen. Dies fügt sich zu den weiteren Problem hinzu wie dem Stillstehen der ethnographischen Karte, der Streichung des Plans Handwerker auszubilden, der Schließung der Casa Taller de Moya und des Ausbleiben von Publikationen über Ethnographie und Kunstfertigkeit.

Die Fedac hatte auch Forschungsgelder und Subventionen für Unternehmen und Handwerksverbände unterdrückt, ethnographische Mittel aufgegeben und hatte Lehrhefte gestoppt. Außerdem wurden weder Sammlungen ethnografischer Fotografien erworben noch Werbeaktivitäten durchgeführt.

Außerdem riskierte man 300.000 € zu verlieren, die von einem Abkommen mit dem Ministerium für Kultur stammten, um 34.000 Fotos zu digitalisieren. „Dies wird bereits umgesetzt“, da sie bei ihrem Amtsantritt „alle Schritte schnell und dringend durchführte“.

Allerdings kann nur ein Schluss gezogen werden, nämlich dass „es keinen Arbeitsplan in Übereinstimmung mit den Statuten der Fedac gibt, mit dem Ziel die traditionelle kanarischen Kultur und das kanarische Kunsthandwerk zu verbreiten“.

Nichtsdestotrotz: „Wir haben jetzt Projekte für Fedac und den Leuchtturm von Maspalomas und die Kapazität, um die Projekte nicht nur zu erledigen, sondern sie richtig zu erledigen, was uns an den Anfang zurück gebracht hat und uns verpflichtet die rechtlichen Schritte der Verwaltung nicht zu überspringen “ und auch wenn die vorgefundene Situation komplex war, wird man zu einem blühenden Endergebnis kommen.

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Über Wolfgang Schlicht 149 Artikel
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