Atlantiküberquerung mit Tretboot gescheitert

Zwei Abenteurer, die mit einem Tretboot von Mogán aufgebrochen waren, mussten gerettet werden. Einer der beiden Sportler, die den Atlantik überqueren wollten, bekam nach neun Tagen Überfahrt 828 Kilometer von El Hierro entfernt Herzprobleme.

Das Abenteuer endete frühzeitig. Die Seenotrettung kam zwei Sportlern zu Hilfe, die versuchten, den Atlantik in einem Tretboot mit Paddeln zu überqueren, nachdem einer der beiden Herzprobleme bekommen hatte.

Das britische Boot Kitty Rouge war am 1. Februar vom Hafen von Mogán auf Gran Canaria aus in See gestochen und befand sich 828 Kilometer südwestlich von El Hierro, als ihm zunächst ein niederländischer Frachter zu Hilfe kam.

Der 32-jährige James Ketchell hat schon den Mount Everest erklommen und 26 000 Kilometer rund um die Welt auf dem Fahrrad zurückgelegt. Diesmal hatte sich der bekannte britische Abenteurer vorgenommen, in einem Tretboot von Europa nach Amerika zu fahren. Am 1. Februar brach er gemeinsam mit dem 57-jährigen Anthony Ward von Gran Canaria aus auf. Doch die Überfahrt nahm schon nach neun Tagen ein abruptes Ende.

Der Seenotrettung zufolge setzten die beiden per Funk einen Notruf ab. Dieser ging in Maspalomas ein und wurde auch dem Nationalen Rettungszentrum in Madrid und dem britischen Zentrum in Falmouth übermittelt. Aufgrund der erheblichen Entfernung von der Küste wurde zunächst das niederländische Schiff Angele N, das auf dem Weg nach Rotterdam war, gebeten, seinen Kurs zu ändern, um den Sportlern zu Hilfe zu kommen.

Die beiden wurden am Dienstagmorgen um 8 Uhr 447 Meilen von El Hierro entfernt lokalisiert. Nach der Bergung vereinbarte das Zentrum für maritime Rettung mit Sitz auf Teneriffa einen Treffpunkt, zu dem der Rettungshubschrauber Helimer 205 fliegen sollte, um James Anthony auf die Kanaren zu bringen, da das Gebiet, in dem er gefunden wurde, zu weit weg war für den Helikopter.

Am Mittwoch um 9:35 Uhr schließlich traf der Hubschrauber 348 Kilometer vor La Restinga auf das Schiff und holte die beiden Personen an Bord. Nachdem er aufgetankt hatte, steuerte er den Flughafen Tenerife Norte an, wo der Kranke bereits erwartet und ins Krankenhaus gebracht wurde.

Bildquelle: pedaltheocean.co.uk

 

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Aisha Meier-Chaouki
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