Air Europa zahlt 37 Millionen wegen Betrugs

Air Europa zahlt Strafe

Nach Schuldeingeständnis zahlte die Gruppe Globalia, ans Ministerium für Bauwesen, Transport und Entwicklung 17,7 Millionen und hinterlegte beim Staatsgerichtshof weitere 19,2 Millionen um den Gerichtskosten zu begleichen.

Die Gruppe Globalia bezahlte letztes Jahr 37 Millionen Euro, um den Untersuchungen der Zivilluftfahrt und dem Nationalgericht wegen angeblichen Betrugs bei Preisnachlässen der Flugtickets bei den Bewohnern der Kanarischen Inseln, der Balearen und Ceuta und Melilla, Rechnung zu tragen.

Nach Angaben des Jahresberichtes, der letzte Woche veröffentlicht wurde, hat das Unternehmen, dem auch die Fluggesellschaft Air Europa angehört, bereits mehr als 19,2 Millionen Euro beim Gericht hinterlegt, um den Prozess der gegen sie eingeleitet wurde, zu bewältigen, obwohl diese bereits 17,7 Mio. Euro beim Ministerium für Bauwesen, Transport und Entwicklung bezahlte, nachdem es zu einer Übereinkunft eines Wirtschaftsabkommens mit der Generaldirektion für Zivilluftfahrt für die Geschäftsjahre 2010 und 2015 gekommen war.

Nachdem die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen AIR EUROPA zugelassen wurde, sagte der Präsident von Globalia, Juan Jose Hidalgo, als Angeklagter, vor dem Richter des Nationalgerichts Eloy Velasco aus.

Globalia hatte von Anfang an darauf bestanden, dass es sich um „eine falsche Auslegung des Gesetzes bei den Vergütungen der Bewohner“ handelt, und diese sich seit 60 Jahren nicht geändert hat, während die Vermarktung von Flugtickets sich weiterentwickelte und heute ganz anders sei als damals.

Die Untersuchung begann mit einer Beschwerde des spanischen Verbandes der Reisebüros (CEAV), die bereits seit 2007 vor irregulären Praktiken der Fluggesellschaft Air Europa gewarnt hatte. Nach den Berechnungen der CEAV hat die Fluggesellschaft in dieser Zeit, angeblich illegal, etwa 80 Millionen Euro verdient.

Seit der ersten Untersuchung im Jahr 2013, hat das Ministerium, welche die Abteilung der Zivilluftfahrt untersteht, im Juli letzten Jahres Air Europa wegen Betrugs angezeigt, da diese die Preise der Flugtickets dem Ministerium gegenüber höher angab als die, welch die Passagiere zahlten. Globalia hat sich dadurch angeblich 50% der Hilfe, auf die die Bewohner der beiden Archipele und er autonomen Städte ein Recht haben, einbehalten. Das Ministerium untersuchte bis zu sechs Millionen Tickets die seit 2010 ausgestellt wurden um die Klage an das Unternehmen von Hidalgo zu untermauern.

Im vergangenen November erreichte die Fluggesellschaft eine Vereinbarung mit dem Ministerium um die verwaltungstechnische Untersuchung abzuschließen. Durch das Schuldeingeständnis und der Zahlung von 17,7 Millionen wurde im Gegenzug die staatliche Unterstützung, während des Gerichtsverfahren zugesichert.

Im Dezember wurden weitere 19,2 Mio. beim Nationalgericht hinterlegt, ohne dass der Richter diese eingefordert hätte, um möglichen Haftungen gerecht zu werden.

Hintergrund: Als Bewohner der spanischen Inseln (Kanaren und Balearen), sowie der Enklave Ceuta erhält man 50% Rabatt auf inner spanische Flüge und Fähren. Die Fluggesellschaften erhalten diesen Rabatt durch den spanischen Staat erstattet. Bei AirEuropa wurden die diesbezüglichen Regelungen nicht eingehalten.
Air Europa bietet keine Direktverbindungen von Gran Canaria nach Deutschland an. Über Flughäfen auf dem spanischen Festland kann man jedoch verschiedene deutsche Flughäfen erreichen.

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Über Wolfgang Schlicht 149 Artikel
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