1,4 Millionen Kubikmeter Wasser fließen in die Staudämme

Stauseen auf Gran Canaria

Der letztes Wochenende gefallene Regen, Hagel und Schnee trägt dazu bei, die Stauseen wieder aufzufüllen.

Die wichtigsten Staudämme von Gran Canaria haben seit letztem Freitag 1,4 Millionen Wasser aufgenommen, aufgeteilt auf die Stauseen El Vaquero (35.087 Kubikmeter), La Candelaria (55.783 Kubikmeter) und Chira (12.581 Kubikmeter), zusätzlich zu mehr als einer Million Kubikmetern im Stausee der Gemeinde Regantes de la Aldea und 296.000 in der Gemeinde Regantes del Norte.

La Candelaria, das in Artenara liegt, und El Vaquero – gelegen zwischen La Aldea und Agaete – haben damit 10 % ihres Gesamtvolumens aufgenommen.

Wenig neues Wasser in den Stauseen im Süden

Trotzdem hat dem für Wasser zuständigen Inselrat zufolge die von den acht großen Stauseen aufgenommene Menge wenig Bedeutung, da die Niederschläge in den bergigen Regionen erfolgten und der größte Teil dieser Infrastruktur sich im Süden der Insel befindet.

Die jüngsten Niederschläge haben die Stauseen zu 31 % ihrer Kapazität gefüllt, was fast 3,3 Millionen Kubikmetern Wasser entspricht.

Die Staudämme der Gemeinde Regantes de la Aldea, die vom Wasser, das durch die Senke von Tejeda fließt, profitieren, haben allerdings eine signifikante Menge Wasser aufgenommen. So hat etwa Parralillo 603.422 Kubikmeter aufgenommen, Siberio 264.831 und Caidero 151.348 – Zahlen, die durch die anstehende Schneeschmelze in der Bergregion noch steigen werden.

Die Staudämme Las Hoyas, Los Pérez, Las Garzas und Lugarejos der Gemeinde Regantes del Norte haben außerdem etwa 296.000 Kubikmeter Wasser aufgenommen, wodurch ihre Reserven um 10 % zugenommen haben.

Anhand der Niederschlagsmesser, die das Wasseramt der Insel bei den Staudämmen von El Vaquero, Ayagaures, Chira, El Mulato und La Candelaria aufgestellt hat, konnte festgestellt werden, dass von Freitag bis Sonntag 445 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen sind.

Bildquellen

  • Stauseen-auf-Gran-Canaria: Wolfgang Schlicht

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Aisha Meier-Chaouki
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1 Kommentar zu 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser fließen in die Staudämme

  1. Da ich mich mit Gran Canaria auch außerhalb dessen beschäftige was üblich ist, ist mir das Thema „Wasser auf Gran Canaria“ geläufig.

    Einerseits war ich in einem Höhlenmuseum für und über die Ureinwohner. Dort wurde aufgezeigt, dass 70% des Wassers in den Tourismus, also in den Süden, fließt. Das wurde im Laufe der Jahre, Jahrzente halt immer mehr. So blieb für die heimische Landwirtschaft immer weniger übrig. So heute nur noch 30%!
    Auch ein Grund warum die Landwirtschaft danieder liegt!

    Und dann wollen die Tourismuskonzerne noch eine Riesenanlage nach der anderen bauen. Eine unter anderm in der Nähe von Puerto de Morgan. Die schauen nur auf das Geld und die Gewinnmaximierung. Wo das Wasser herkommt und wie das zu haushalten ist, ist denen scheinbar egal.

    Auch die Inselregierung sollte umdenken. Nicht die gleichen Fehler begehen wie auf Mallorca. Nachhaltigkeit und sanfter Tourismus bringt allen was. Und vor allem denen auf der Insel. Den die müssen dies ausbaden, was die Großen verzapfen.

    Zumal auch im Zuge des Klimawandels der Insel immer weniger Wasser zur Verfügung stehen wird. Es ist ein Umdenken notwendig auf der Insel, auf allen Ebenen! Ich merke aber davon herzlich wenig… 😉

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